typosonic präsentiert eine internationale
Auswahl an jungen Gestaltern und experimentellen
Ansätzen. Eingeladen sind

typosonic_kata2005


akim_one

·geboren 1977 in da Nang/Vietnam
·Karriere: seit 1990 Arbeit mit Graffiti/Writing, 1998 »jazzstyle« mit Zast, 2000 Projekt »akimind« mit Pavel Skorepa, 2001 Organisation der ersten »jazzstylecorner« in Berlin, 2002 Projekt »3d bombing« mit Zast, 2004 Gründungsmitglied der jazzstylecorner Assoziation
·Ausstellungen: u. a. 1999 trinational art exchange Brest, 2000 Dakar Biennale Senegal, next2000 Berlin, 2002 Galerie Engler & Piper Berlin, 2003 Kunstraub Vol. 1 New York, backjumps Berlin, 2004 Cathedral Gardens Manchester, everwantingstreet Schweden, 2005 urban edge show Mailand.
·lebt und arbeitet seit 1989 in Berlin

 

Akim (D)
AKIM, der als Writer in Berlin lebt, hat sich seit einigen Jahren von der Arbeitsweise seiner streetart-Kollegen verabschiedet, welche traditionell mit Spraydose und Marker arbeiten und mit den Buchstaben vorrangig einen Ausdruck der eigenen Persönlichkeit suchen. Writing bedeutet für ihn, inspiriert von den Strukturen der Natur, verschiedene Materialien und unzählige Formen zu erproben. Er entwickelte ein Alphabet, bei dem der Buchstabe zum Zeichen wird. Es wurde zunächst mit der Malerrolle auf die Wand aufgetragen. Aus praktischer Sicht ist dieses Medium für den Streetart-Künstler mit dem Marker vergleichbar, denn es eignet sich für eine schnelle Arbeitsweise im Außenraum. Die Form der Buchstaben wird durch die Malerrolle bestimmt: horizontale, vertikale und diagonale Striche sind innerhalb eines Rahmens angeordnet und erinnern entfernt an asiatische Schriftzeichen. Die Buchstaben finden sich hier eingraviert auf einem transparenten Grund und erhalten dadurch eine völlig neue visuelle Qualität.


Colin Ardley

·geboren 1954 in Aberdeen/Schottland
·Ausbildung: von 1971 bis 1976 an der Gray‘s School of Art Aberdeen und Medlock Fine Art Centre Manchester ·Lehrtätigkeit: seit 1978 als Dozent für freie Malerei und Druckgraphik u. a. in Manchester, Loughborough, Blackpool, Trier, Newcastle, Lancaster, Hildesheim ·Ausstellungen: u. a. in Berlin, Dresden, Dundee, Frankfurt/Main, Krakau, London, Manchester, München, Newcastle upon Tyne, Plymouth, Potsdam, Saarbrücken ·Karriere: u. a. 1980 North West Arts Association Großbritannien, 1986 East Midlands Arts Association, British Council und Henry Moore Foundation ·lebt und arbeitet seit 1993 als Künstler in Dresden

 

Colin Ardley (UK)

www.uni-trier.de
Die Arbeiten von Colin Ardley sind im Grenzbereich zwischen Malerei, Skulptur und Architektur angesiedelt. Als vielgliedrige, raumgreifende Wandobjekte scheinen sie zunächst wie zufällig entstandene, unübersichtliche, chaotische Gebilde. Auf den zweiten Blick jedoch begreift man ihre feingliedrige Struktur und durchschaut ihren komplex komponierten inneren Aufbau. Aus den indu-striell bearbeiteten Materialien Holz, Papier und Metall konstruiert Colin Ardley eine dreidimensionale Struktur, die sich aus farbigen Linien und Flächen sowie Körpern und Ebenen zusammensetzt. Er arbeitet damit in der Tradition des Konstruktivismus und macht uns durch die scheinbare Alltäglichkeit und Selbstverständlichkeit der Materialien und der Formen auf die Allgegenwart von Strukturen in unserer Welt und besonders im urbanen Stadtraum aufmerksam. Colin Ardley greift damit als Künstler ein Thema auf, das viele Writer weltweit als urban calligraphy im Stadtraum umsetzen.


Boris Brumnjak

·geboren 1977 in Berlin
·Ausbildung: Lette-Verein Berlin, Berufsfachschule fur Design, FB Grafikdesign
·Karriere: Berlin (grappa blotto); Chicago (Segura-Inc. und T26 Fonts); Wuppertal (BOROS, Agentur fur Kommunikation); seit 2005 selbststandig bei BANK™
·Lehrtätigkeit seit 2001

Boris Brumnjak (D)

www.brumnjak.com
www.85x54mm.com

www.bankassociates.de
Boris Brumnjak sammelt seit einigen Jahren gelungene Visitenkarten. Über 3500 Exemplare zählt sein gut sortiertes Archiv, darunter auch Beispiele vieler prominenter Gestalter. Der Berliner hat zehn Schubladen definiert, in die er die Karten sortiert: neben den sechs formalen Kriterien typografisch, minimalistisch, illustriert, fotografisch, ideen- und materialbasiert, die vier Spezialgruppen: Karten mit Aussage, mit Eigenwerbung, Agenturkarten und kartenlose Fälle. »Die Visitenkarte ist Ausdruck der Persönlichkeit (...) und für das menschliche Auge und die menschliche Hand bestimmt. Dem Format sind Grenzen gesetzt – dem Gestalter bleibt jedoch genug Platz für ästhetische Entscheidungen, um jeder Karte das passende Kleid zu verleihen« sagt Boris Brumnjak. Jürgen Siebert


eboy


Steffen Sauerteig
·geboren 1967 in Berlin
·Ausbildung: Elektriker, Aufträge für das ostdeutsche Fernsehen, 1991-1996 Studium der Visuellen Kommunikation an der Hochschule der Künste in Berlin

Kai Vermehr
·geboren 1964 in Caracas/Venezuela
·Ausbildung: Studium Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen
·Karriere: Veröffentlichung von zwei LP’s unter dem Namen Kabbahri
·lebt und arbeitet seit 1992 in Berlin

Svend Smital
·Geboren 1967 in Berlin
·Ausbildung: 1984-1987 als Maurer, 1991-1996 Studium an der Akademie der Künste in Berlin
·lebt und arbeitet als freischaffender
Designer in Berlin

Peter Stemmler
·geboren 1966 in Ostberlin
·Ausbildung: Fotograf, Studium der Soziologie und Kommunikationsdesign
·Karriere: bis 1999 freischaffender Designer und Fotograf, ab 1999 freischaffender Illustrator, Designer und Fotograf für eboy und QuickHoney
·lebt und arbeitet seit 1997 in den USA

eboy (D)

www.eboy.de
1998 haben sich Steffen Sauerteig, Svend Semital und Kai Vermehr zu eBoy zusammengeschlossen. Peter Stemmler kam später hinzu. Den Durchbruch schafften sie mit Pixelbildern, die auf dem Raster des Bildschirms aufgebaut sind und an Computerspiele der ersten Generation denken lassen. Punkt für Punkt werden Pixelmosaike gezeichnet, die von einfach konstruierten Phantasiewesen bis hin zu fotorealistischen Porträts reichen. Inzwischen lassen eBoy ganze Welten aus Pixelbausteinen entstehen und große Firmen wie Adidas, Nike, Paul Smith nutzen diese Bildsprache für Werbezwecke. Mit FF Peecol ist eine Art Baukastensystem entstanden, bestehend aus Köpfen, Torsi, Beinen und Zubehör, aus dem menschliche Figuren zusammengestellt werden können. Da die Geometrie der Peecol-Figuren standardisiert ist, kann jeder Peecol-Schriften herstellen und mit denen anderer Entwerfer kombinieren. Die geringe Download-Zeit macht die Verwendung von FF Peecol besonders angenehm.


flachland

Darius Gondor, geboren 1972,
Grafikdesigner, Typograf
Andreas Maser, geboren 1976,
Kommunikationswissenschaftler
Oskar Ziemba, geboren 1973,
Fotograf

 

Flachland (D.PL)
Darius Gondor, Oskar Ziemba, Andreas Maser
Musik: Helmut Nitschke

www.flachland.info
Kommunikation im alltäglichen Leben, im öffentlichen Raum findet teilweise passiv, umgewollt und codiert statt. Diese Punkte bilden den Arbeitsansatz der Gruppe flachland. Mittels eines Barcode-Lesegerätes kann der Anwender aus einer Bibliothek mit über hundert Wörtern wählen und diese einlesen. Eine eigens programmierte Software wandelt diese um - es findet ein Umkehrprozess statt. Die vormals passiven Kommunikationsmittel wie Verkehrsschilder, Graffitis und Beschriftungen des öffentlichen Raumes werden aktiviert und auf dem Monitor in Abfolge der Scans ausgegeben. Der Anwender nutzt die verfügbaren Ressourcen um diese nicht passiv auf sich einwirken zu lassen, sondern sie aktiv und gezielt in einen Kommunikationsprozess umzuwandeln.


Günter Eder & Roman Breier

Günter Eder
·geboren 1968 in Österreich
·Ausbildung: 1985-1991 Grafikdesign an der HTL für Kunst und Design, Ortweinschule Graz
·Karriere: tätig für Werbeagenturen und Designbüros (Haslinger/Keck, Büro x Wien), 2000-2004 freischaffend

Roman Breier
·geboren 1971 in Österreich
·Ausbildung: 1993-1999 Hochschule für angewandte Kunst
·Karriere: als Grafiker und art-direktor für Werbeagenturen und Designbüros tätig (d, m&b, Büro x Hamburg/Wien, d+), 2001-2004 freischaffend

·2004 gemeinsame Gründung des grafischen B üros, Arbeit in den Bereichen corporate design, editorial design, Buch- und Plakatgestaltung sowie Schriftentwicklung

Günter Eder, Roman Breier - grafisches Büro (A)

www.gued.at

Roman Breier, Günter Eder – postscript
Anläßlich der Ausstellung »postscript«, welche 2002 im Künstlerhaus Wien stattfand, entstand begleitend eine Plakatedition. Die beteiligten Typografen übernahmen jeweils eine Gestaltung. Das grafische Büro von Roman Breier und Günter Eder entwickelte ein Plakat, das sehr humorvoll mit dem Charakter und der Funktion von Schrift spielt. Es ist unterteilt in neun Einzelbilder, die jedes für sich ein eigenes Plakat sind. Neun klassischen Schrifttypen, deren Bezeichnung gleichzeitig die Überschrift ist, wurde jeweils eine Hunderasse zugeordnet. Die Parallelitäten zwischen Schrift und Bild werden deutlich: Wie es beim Hund verschiedene Rassen gibt, besteht auch die Schrift aus völlig unterschiedlichen Typen und jedes Tier erfüllt innerhalb der Züchtungen eine bestimmte Funktion. Zudem sind die Hunde für den Betrachter genauso markant wie die ihnen zugewiesenen Schriften — ebenso wie jeder Mensch den Dackel kennt, ist er mit der Frakturschrift vertraut.

 



Happypets

gegründet in Lausanne im Juli 2000
von Patrick Monnier, Violène Pont, Cédric Henny. Zusammenarbeit mit Künstlern, Modedesignern, Filmemachern und Musikern. Das Kreativ-Büro entwickelt eigene Bilder, Illustrationen, Fotos und Schriften.

Happypets (CH)

www.happypets.ch

Happypets
Happypets bezeichnen sich selbst als »experimentelles Labor« für den Bereich kreatives Grafikdesign, Bilder und Illustrationen. Das typografische Erscheinungsbild der Schweizer Violène Pont, Patrick Monnier und Cédric Henny kennzeichnet ein Mix aus farbigen computergenerierten und handschriftlichen Buchstaben, Fotos und Pixeln. Ihre Plakatgestaltungen wirken dadurch laut bzw. »lärmig«, wie sie selbst sagen, womit eine Analogie zur Musik hergestellt wird.


 

Jakob Kanior
•geboren 1974 in Bydgoszcz (Polen)
•Ausbildung: 2000 Abschluss an der Berufsfachschule für Design, FB Grafikdesign, Lette-Verein
•Karriere: seit 2000 selbständig u. a. für formgiving, Melrose Studio (Lion, Frankreich), Welt am Sonntag, 2004 Mitbegründer von BANKTM megasolutions
to microproblems (www.bankassociates.de)
•lebt und arbeitet in Berlin

Peter Lorenz
•geboren 1975
•Karriere: mehrjährige Assistenz im Bereich Film und Fotografie
(Ralf Schmerberg, Udo Hesse), selbständig als Fotograf seit 2001
•Veröffentlichungen: dazed and confused, Lodown, Balcony, verschiedene Musikvideos & Fotoausstellungen
•lebt und arbeitet in Berlin

Jakob Kanior (PL)

www.flexn.de

Typografie in Bewegung
Wenn man davon ausgeht, dass alles, was wir tun, Kommunikation ist, dann ist die Typografie die Visualisierung der Kommunikation im zweidimensionalen Raum. Die anthroposophische Kunstform Eurythmie hingegen ist die Visualisierung der Kommunikation durch Bewegung. Jeder Buchstabe unseres Alphabets findet in der Eurythmie seine lautmaleris che Umsetzung. So ist Eurythmie Typografie in Bewegung. Durch die Betrachtung der für uns ungewohnt anmutenden Abläufe der Eurythmie können wir unser Verständnis für die Sprache und die daraus entstehenden Formen der Kommunikation erweitern. Projekt Jakob Kanior, Kamera Peter Lorenz

 

 

 


Pronto (Stephan Müller)

•geboren 1965 in Zug/Schweiz
•Ausbildung: bis 1994 Schule für Gestaltung Luzern
•Karriere: seit 1994 Partnerschaft mit Cornel Windlin und lineto, 1996 eigenes Atelier in Zug, seit 1998 eigenes Atelier in Berlin
•Lehrtätigkeit: Schule für Gestaltung Luzern, Schule für Gestaltung Zürich, Citype Amsterdam
•Veröffentlichungen: 1995 Fabrikzeitung (typodesign), Nr. 110 Zürich, 1999 emotional digital. Porträts Internationaler Type-Designer und ihrer neuesten Fonts, Verlag Hermann Schmidt Mainz, 2000 Benzin. junge Schweizer Grafik, Verlag Lars Müller Baden
•Anerkennung: 1997 Eidgenössischer Preis für Gestaltung
•lebt und arbeitet in Berlin

 

Stephan Mueller(D)

www.lineto.com

Valentine
1969 entwarfen Ettore Sottsass und Perry A. King die Schreibmaschine Valentine für die italienische Firma Olivetti. Das neue Material Kunststoff, eine ungewöhnliche Form und vor allem die für Büromaschinen unübliche knallige Farbigkeit ließen eine völlige Neuinterpretation des alten Themas Schreibmaschine zu und machten die Valentine zu einer Designikone. Wie aber schreibt eigentlich die Valentine und wie ist ihre Typografie entstanden? Stephan Müller kam zu dem überraschenden Ergebnis, dass nicht etwa Ettore Sottsass die Typografie festgelegt hat, sondern ein einfacher, heute nicht mehr bekannter Techniker der Firma Olivetti. Sottsass und King schufen nur die Verpackung und dort, wo die gestaltete Schreibmaschine selbst gestalterisch tätig wird - bei der Schrift – waren die Gestalter nicht mehr zuständig. Nichtsdestotrotz bekam die Valentine 1969 eine eigenständige und charakteristische Typografie, die allerdings von Maschine zu Maschine leicht variierte. Stephan Müller analysiert diese typografischen Ansätze und entwickelt daraus eine eigene Schrift. Die Schreibmaschine Valentine wird dadurch nicht nur wegen ihrer äußeren Gestaltung als Designikone gewürdigt; Stephan Müller zeigt auf, dass die Schreibmaschine Valentine, ohne dass dies jemand registrierte, auch typografisch neue Wege ging. Die Valentine bekam damit endlich ihre eigene, nun digitale Schrift, die als Hommage den Namen Valentine trägt. Nachdem die Schreibmaschine Valentine schon lange nicht mehr produziert wird und heute nur noch in den Vitrinen der Museen steht, kann man nun wieder wie eine Valentine schreiben. Stefan Müller hat damit nicht nur bisher unbekannte Gestaltungsansätze sichtbar gemacht. Durch seine Schrift Valentine schafft er eine Verbindung zwischen den Gestaltungsansätzen von 1969 und aktueller Typografie.


Pibslab (NL)

www.pipslab.nl


•geboren 1976 in München
•Ausbildung: bis 2001 an der Fachhochschule München
•Lehrtätigkeit: seit 2003 an der Fachhochschule München im Fach
»Gebrauchsgrafik«
•Veröffentlichungen: u. a. 2001 emoticons, Hermann Schmidt Verlag Mainz; 2002 crazy cats, Falken Verlag; 2005 das Lied der Liebe, Pattloch
•Anerkennung: 2001 erster Preis Designwettbewerb »currency note« der Firma Giesecke & Devrient,2001 Diplomauszeichnung der Berliner Type für »emoticons«
•lebt und arbeitet in München

 

Karin Niedermeier (D)

Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht
Das :-), das jeder kennt, wurde in dieser Form erstmals von dem Computerwissenschaftler Scott E. Fehlmann 1982 in einem digitalen Kontext genutzt – das Smiley war damit geboren. Das grinsende Gesicht wurde die erste Vokabel eines umfangreichen »Bildalphabets« für Computer- und Handynutzer, das die Emotionslosigkeit der digitalen Kommunikation überwinden sollte. Die so genannten Emoticons transportieren den Tenor einer Botschaft und die momentane Stimmung des Schreibenden. Mit Hilfe der zwinkernden, lachenden oder grimmigen tsGrimassen weiß der »Gesprächspartner« sofort, woran er ist. Ein Studienprojekt war für Karin Niedermeier der Auslöser, sich mit Emoticons auseinander zu setzen und diese weiter zu entwickeln. Dabei beschränkt sie sich nicht auf die vorgegebene Satzschrift der Computertastatur, sondern nutzt das breite Spektrum aller Schriften. Die Zeichen ordnet sie nicht nur in einer Schriftlinie an, sondern variiert sie durch mehrzeilige Schreibweisen und unterschiedliche Schriftgrößen. Die Ideen für ihre Emoticons entstehen durch eine genaue Beobachtung ihrer Mitmenschen und die sensible Wahrnehmung alltäglicher Dinge.

 


ni9e (Evan Roth)

•geboren 1979
•Ausbildung: Parsons Design and Technology MFA und in den Straßen von Okemos, Michigan
•Lehrtätigkeit: graduate level course in Design und neue Medien
•Anerkennung: flash forward Film Festival, flash in the can Design and Technology Festival
•lebt und arbeitet zur Zeit an einem Projekt über Graffiti and digitale Medien an der Parsons Design and Technology MFA in New York City

 

ni9e (USA)

www.ni9e.com

Typographic Illustration
ni9e ist eine Website, die Webdesign, Typografie, Multimedia, Architektur, Graffiti und interaktives Design gleichermaßen beinhaltet. Die Typographic Illustrations entstehen aus einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zur Musik: wie diese entwickelt sich das »Schrift-Bild« in der Zeit; nimmt den Rhythmus auf, den die Musik vorgibt, verdichtet sich an Stellen, um unlesbar zu werden, während andere auch nach Sekunden noch klar zu entziffern sind. Die visuelle Erscheinung ist vertraut, denn ni9e thematisiert mit den Typographic Illustrations den ursprünglichen Entstehungsprozess von Schrift – das Schreiben bzw. Zeichnen mit der Hand, das sich ebenfalls in der Zeit entwickelt. Die Wahl klassischer Schriften wie Garamond oder Helvetica zeigt, dass man ausgehend von einer bekannten Basis ein neues Verständnis von Typografie aufzeigt, das sich von den klassischen Parametern wie Lesbarkeit etc. verabschiedet.


 


norm (Dimitri Bruni & Manuel Krebs)
geboren 1970
•Karriere: 1999 Gründung von norm – Projekt und Plattform für visuelle Kommunikation
•Veröffentlichungen: Trilogie: 1999
#1 introduction, 2002 #2 the things,
#3 in planung
•Anerkennung: 1999, 2000, 2002 Eidgenössischer Preis für Gestaltung; 2003 Jan-Tschichold-Preis vom Eidgenössischen Department des Inneren
•leben und arbeiten in Zürich

 

Norm (CH)

www.norm.to

Norm – Sign-Generator
Dimitri Bruni und Manuel Krebs verstehen sich in ihrem gemeinsamen Büro Norm weniger als klassische Grafik-Design-Dienstleister. Sie interessiert vielmehr die Auseinandersetzung mit Zeichensystemen. Dies zeigt sich zum Einen in der Entwicklung neuer Schriften wie der Normetica, aber auch in einem Projekt wie dem hier präsentierten Sign-Generator. »Der Sign-Generator 1.0 ist ein Programm, das auf der Idee beruht, sämtliche möglichen einfachen Zeichen mit Buchstabenpotenzial zu generieren. Auf einem bestimmten Raster (3x3 Raster, 16 Verbindungen) werden alle möglichen Zeichenkombinationen durchgespielt. Dieses Raster ist das einfachstmögliche, das erlaubt, für jeden lateinischen Buchstaben mindestens ein variables Zeichen zu generieren. Neben den ca. 3000 Zeichen, die als lateinische Buchstaben interpretiert werden können, fallen weitere ca. 62000 an. Zeichen, die auf demselben Konstruktionsprinzip wie die lateinischen Buchstaben beruhen und einen ähnlichen Komplexitätsgrad aufweisen. Darunter auch diejenigen, die fälschlicherweise bei der Konzeption der lateinischen Schrift übergangen wurden. Zeichen, die befriedigende Alternativen zu den mangelhaften, widersprüchlichen und missverständlichen Zeichen hätten sein können. Auf die rund 65000 entfallen somit ca. 5000 brauchbare Zeichen, der Rest ist allzu komplex und entspricht nicht unseren Anforderungen an einen potenziellen Buchstaben, ist Zeichenmüll.«


Oxboe (Denis Chait)

Mitte 70er – geboren in Moskau.
Ende 80er – Grafik am Rechner.
Anfang 90er – Grafitti überall.
Ende 90er – Dipl. Mediendesigner (mma)
Anfang 00er – Freelance Artist
Mitte 00er – Dozent für 3Ddesign/Animation

Publikationen
1994 - Spray City Berlin
2003 - Writing

 

oxboe (D)

Oxix
Für einen Sprayer ist es das oberste Ziel, einen persönlichen Stil zu entwickeln. Dies gelingt ihm, indem er seine Buchstaben und figurativen Elemente individuell kreiert, um sich von seinen Kollegen abzuheben. Jahrelange Übung und viel Geduld sind dafür notwendig. Der Mediendesigner Oxboe hat seine Ausdrucksform gefunden, indem er sein Graffiti in Form von dreidimensionalen Animationen umsetzt. Damit hat er als einer der ersten die Typografie der Streetart digitalisiert. In seinem Clip zeigt er das Entstehen eines oxix-3D-pieces von der ersten Linie über bis zum Auseinanderbrechen, dem »bombing«. Buchstaben türmen sich zu räumlichen Gebilden, die sich drehen und wenden, um zu völlig neuen Wortgebilden zu erwachsen.


•geboren 1974 in Teheran/Iran
•Ausbildung: 1998 Lehre zur Bauzeichnerin,
•Studium: Innenarchitektur an der Fachhochschule Hannover, Produktdesign an der Brunel-University London, 2001 bis 2004 Kommunikationsdesign
•Karriere: seit 2004 Designerin bei Meta-Design
•Anerkennung: 2004 Deutscher Designer Club
•lebt und arbeitet in Berlin

 

Pantea Lachin (D)

Pantea Lachin Winter – Typografie im Raum
Wie sehen Räume aus, wenn sie mit Typografie eingerichtet sind? Die Frage stellte sich Pantea Lachin im Rahmen ihrer Diplomarbeit. Ausgangspunkt für eine visuelle Umsetzung war der lyrische Songtext des 1992 von TORI AMOS geschriebenen Liedes WINTER. Als eine Metapher für den »Wandel der Zeit« zeigen die drei Strophen Bilder aus Kindheit, Jugend und Alter. Pantea Lachin nimmt die Bedeutung der Worte und Bilder auf und setzt sie in typografische Szenen und Räume um. Die Verschmelzung von Typografie und Fotografie läßt dabei eine halbreale, märchenhafte Welt entstehen. Strophen und Refrain wurden unterschiedlich umgesetzt. Beim Refrain werden lediglich die drei Lebensphasen als Charaktermerkmal eingesetzt. Durch die Bewegung werden Stimmungen erzeugt. Das Älterwerden zeigt sie mit Wörtern, die am Ende ihrer »Laufbahn« zu einzelnen, zerbrechlich wirkenden Buchstaben zerfallen und sich schließlich zu einem Buchstabenberg türmen. Die Lesegeschwindigkeit wird hier durch die Wortabstände reguliert. Pantea Lachin hat den Inhalt der Lyrik visualisiert und nicht interpretiert, um dem Betrachter den Freiraum für eigene Deutungen zu lassen. Die Arbeit vermittelt textliche Inhalte und Emotionen über die Inszenierung von Typografie im Raum. Entstanden ist eine visuelle Poesie.


 

•geboren 1962 in Österreich
•Ausbildung: Universität für angewandte Kunst in Wien,
1987 Pratt Institute in New York
•Karriere: 1991 Zusammenarbeit mit Leo Burnett in einer Werbeagentur in Hongkong, 1993 Gründung des Büros Sagmeister Inc.; Gestaltung für Rolling Stones, David Byrne, Lou Reed, Aerosmith and Pat Metheny
•Lehrtätigkeit: u. a. School of Visual Arts, New York
•Anerkennung: fünf Grammy Awards, mehrere internationale Designpreise
•Ausstellungen: Japan, Korea, Europa
•lebt und arbeitet in New York

 

Stefan Sagmeister (USA)

www.sagmeister.com

Stefan Sagmeister – Plakate
In der Plakatgestaltung ist Typografie in ein Layout eingebunden und erweckt oft den Eindruck, von sekundärer Wichtigkeit zu sein. Stefan Sagmeisters Plakate zeigen indessen auf den ersten Blick, dass sie nicht nur Gestaltung mit Schrift, sondern ebenso Gestaltung von Schrift beinhalten. Er ist dem Handschriftlichen bzw. -werklichen verpflichtet und einer Gestaltung, die bewusst auf Typisierung, Schematisierung und bloße Suggestion durch computerprogrammierte Bildbearbeitung verzichtet. Die Typografie Sagmeisters ist organisch – oft im wahrsten Sinne des Wortes – wenn er, wie hier, Buchstaben aus Pommes Frites bildet oder den menschlichen Muskelsträngen nachempfindet. Immer sind die Plakate Blickfang, nicht selten provokant. So ist das AIGA-Plakat, das seinen Körper mit real in die Haut geritzten Buchstaben zeigt, gleichsam zu einer Ikone in der Plakatgestaltung der 90er Jahre geworden. Die handschriftliche Typografie verweist dennoch nicht auf die Persönlichkeit des Menschen Stefan Sagmeisters, sondern sie ist individuell für die jeweilige Aussage des Plakates.


·geboren 1973 in der Schweiz
·Ausbildung: visuelle Kommunikation an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern, Abschluß 2001
·Karriere: Nomination Designpreis 2003
·lebt und arbeitet als visuelle Gestalterin in Zürich

 

Theres Jörger (CH)

Typografie und Raum.
Die Arbeit kennzeichnet ein durchaus wissenschaftlicher Ansatz. Sie beschäftigt sich mit räumlicher Typografie, d. h. es wird untersucht, welches Mehr an Informationen durch die Übertragung der üblicherweise zweidimensionalen Typografie in die reale dritte Dimension hinzukommt. Ausgangspunkt ist das Urmodell — ein fragiles Gestell aus Draht und Styropor, das analog zur Pixelschrift des Computers aus Würfeln aufgebaut ist. Hinterfragt wird zunächst die Lesbarkeit des Buchstabens, der nun nicht mehr zweidimensionales Abbild ist, sondern sich aufgrund der Beweglichkeit des Lesers bzw. Betrachters ebenfalls verändert. So kann die Schrift durch die Veränderung der Position als abstraktes Objekt wahrgenommen werden, aber auch als neue Buchstaben erscheinen. In der Weiterentwicklung des Urmodells benutzt Theres Jörger die Dreidimensionalität ihrer Schrift, um zu einer Reduzierung auf die lediglich notwendigen Teile zu gelangen, die man benötigt, um das Alphabet mit seinen 26 Buchstaben darzustellen: beim Bauka- stensystem lassen sich sämtliche Buchstaben durch Kombination einzelner Grundformen entwickeln; die Mutanten dagegen benötigen lediglich 9 Objekte, die sich je nach Ausrichtung als komplettes Alphabet lesen lassen.

Anita Holm (D), Sabrina Köhler (D),
Radiwoje Lalic (D), Sebastian Haslauer (D)

Typografisches Geschenkpapier
Das Typografische Geschenkpapier entstand als ein Studienprojekt an der FH Mainz bei Prof. Isabel Naegele. Als elementare Übung zum Umgang mit Farbe und Form sollte ein Geschenkpapier mit typografischen Elementen gestaltet werden. Aus den 19 entstandenen Arbeiten wählte der Hermann Schmidt Verlag Mainz die Entwürfe von Anita Holm, Sabrina Köhler, Radiwoje Lalic und Sebastian Haslauer aus, die in Serie produziert werden und tatsächlich als Geschenkpapier Verwendung finden. Typografische Zeichen wie das Komma oder der Buchstabe T werden zur Grundlage einer Ornamentstruktur, wobei durch den Verwendungszweck Geschenkpapier sowohl die eindimensionale, als auch die dreidimensionale Wirkung berücksichtigt werden muss. Ein typografisches Element wird dabei aus seinem üblichen Zusammenhang herausgenommen und so in den Vordergrund gesetzt, dass es nicht mehr als Mittel zum Zweck wahrgenommen wird, sondern die Ästhetik seiner eigenen Gestaltung betont und zur Grundlage einer neuen Gestaltung wird.


wc

Fidel Peugeot
•geboren 1969 in der Schweiz
•Ausbildung: Kommunikationsdesign, Typografie, Schriftgestaltung und Film
an der Schule für Gestaltung, Basel
•Karriere: Veröffentlichung des ersten digitalen handwriting font, headline
font für die Wallpaper Zeitschriften Spruce und line, 2000-2002 vp creation for telepong communications GmbH, 2002 zusammen mit Karl Emilio Pircher Gründung von walking-chair

Karl Emilio Pircher
•geboren 1963 in Italien
•Ausbildung: Universität für angewandte Kunst Wien, Assistent bei Emilio Vedova
•Karriere: 2000-2002 vp creation for telepong communications GmbH, 2002 zusammen mit Fidel Peugeot Gründung von walking-chair, 1995 createur de l’annee du salon du meuble de Paris
•Ausstellungen: 1998 Ausstellungskonzept für die Wiener Secession »junge Szene«, 2000 Einzelausstellung e+y Galerie Tokio

•Ausstellungen: u. a. 2002 Designersblock’02 London, 2003 A Design Now/New York, 2003 Blickfang Zürich, 2004 Kunsthalle Wien, 2004 Seoul,
2005 Dakar
•leben und arbeiten in Wien

 

Walking-Chair (A)
(Fidel Peugeot & Karl Emilio Pircher)

www.walking-chair.com

Walking-Chair. Design Studio Wien: Hello Furniture
Walking-Chair brechen die traditionellen Grenzen zwischen Typografie und Produktdesign auf. Handelt es sich bei »Hello Furniture« um Möbel, die Schriftgestaltung im Raum sind oder um dreidimensionale Typografie, welche in ihrer Funktion als Sitzobjekt zweckgebunden ist? Das schlichte, filigran wirkende Möbel besteht aus pulverbeschichtetem Stahlblech und wurde von Fidel Peugeot und Karl Emilio Pircher für »Ausstellungen und besondere Büros« entwickelt. Der hello-Font, aus dem die Möbel geschaffen sind, stellt das zweidimensionale Abbild dieser räumlichen Typografie dar. Im Gegensatz zu den Möbel-Buchstaben existiert der Font in allen Schriftschnitten und erhält dadurch eine größere Vielfalt. Hello Furniture bindet den Menschen kreativ in das Konzept ein, er entscheidet, was seine Möbel verkünden sollen. Der humorvolle Ansatz in der Gestaltung wird nicht zuletzt durch die Songs deutlich, die zu jedem Objekt entstehen und die die Philosophie hinter dem Design beschreiben:

»Hello means hallo, hallo heißt hello,
hallo ça veut dire hello,
ciao si dice hello,
Hey hello good day,
hey hello guten tag,
hey hello dit bonjour,
hallo ciao buon giorno,
Hey, furniture have something to say,
From now on, furniture get something to say«



•geboren 1977 in Berlin
•Ausbildung: seit 1999 Kunsthochschule Berlin-Weißensee
•Ausstellungen: u. a. 2000 »Z2000-Next« Akademie der Künste Berlin, 2001 erste »Jazzstylecorner« mit AKIM ONE Berlin, 2002 experiment »Style« Galerie Engler & Piper Berlin, »Secret Relatives« Brüssel, 2003 Urban Art Gallery Berlin, Jazzstylecorner Pankow mit AKIM ONE, Kunstraum B2 Leipzig, »Backjumps« Berlin, 2004 Urbis Institute Manchester mit AKIM und POINT, Migros Museum Zürich, 2005 Performance DieTheater/Konzerthaus Wien, Project Fox Kopenhagen
•lebt und arbeitet in Berlin

ZAST (D)


ZAST
Seit 1990 verbreitet ZAST ONE, hinter dem sich das Pseudonym eines Sprayers verbirgt, seinen Namen in Form von Writings im Berliner Stadtbild. Urbane Kalligraphie versteht sich als eine freie Interpretation von Schriftzeichen, die im öffentlichen Raum Bestandteil des alltäglichen Lebens wird. Dabei sind auch den Variationsmöglichkeiten der vier Buchstaben ZAST keine Grenzen gesetzt. Das Verhältnis von Buchstabe und Hintergrund ist für das Graffiti von entscheidener Bedeutung. Die einzelnen Schriftzeichen werden zu Bausteinen, die in unterschiedlicher Weise zueinander ins Verhältnis gesetzt werden können. In der jüngsten Vergangenheit löst ZAST den Namen von der zweidimensionalen Fläche um Räumlichkeit und Volumen zu erzeugen. ZAST versteht seinen Namen als ein Gefäß, als ein Träger von beweglichen Informationen und einen durchlässigen Speicher von Inhalten. Zusammen mit dem Sprayer AKIM führt ZAST unter dem Namen »JAZZSTYLECORNER« eine Reihe von Gruppenprojekten durch. Beide Künstler arbeiten seit Ende der neunziger Jahre an einem bewußten Umgang mit dem Thema Writing. Um den Gedankenaustausch mit anderen Sprayern anzuregen und die Szene nach außen zu öffnen und begreifbar zu machen, veranstalten sie Meetings und Events, z. B. »City of Names« oder »Stylebattle«.


 

•geboren 1973 in Sarnen/Schweiz
•Ausbildung: 1989–93 Ausbildung zur Schriften- und Reklamemalerin, 1999
Escola Massana Barcelona, 1997-2001 Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
•Karriere: 2001/02 format53 Zürich; 2002/03 graphic thought facility London
•Lehrtätigkeit: 2001/02 Assistent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich, seit 2004 Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern
•Anerkennung: 2002 swiss federal competition of design, 2001 nomination for the lucky strike junior designer award Switzerland; 2001 Förderpreis der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Zürich
•Ausstellungen: 2002 caroussel du louvre Paris, 2003 Museum für Gestaltung Zürich, 2004 felestian gallery Teheran
•lebt und arbeitet in Zürich bei Bringolf Irion Vögeli

 

Megi Zumstein (CH)

http://svg02.hgkz.ch

Megi Zumstein – Visualisierung von Sprache
Die Stimme als individuelles Ausdrucksmittel von Sprache wird in der Gestaltung von Schrift auf ein Minimum reduziert, wenn nicht gar normiert. Megi Zumsteins Arbeit beschäftigt sich mit dem Verhältnis von gesprochener Sprache und typografischem Ausdruck. Sie entwickelt ein computerprogrammiertes Gestaltungswerkzeug, welches beide in ein direktes Abhängigkeitsverhältnis zueinander stellt. Die Arbeit beruht auf einem Spracherkennungssystem, das einer Stimmanalyse unterzogen wird. Es werden die vier Komponenten Rhythmus, Betonung, Klangfarbe und Melodie aus der individuellen Tonspur herausgefiltert und mit Hilfe eines definierten Schemas der Schrift zugewiesen. Auf diese Weise wird ein Rahmen geschaffen, in dem die Persönlichkeit des Sprechers ihre Visualisierung in der Typografie findet. Megi Zumstein zeigt mit diesem Projekt nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Grenzen der Typografie auf: dem Leser zeigt sich die abstrakte Umsetzung einer komplexen Sinneswahrnehmung (das Hören von Sprache), die er zum Einen rückübersetzen können muss und die zum Anderen wieder nur eine schematisierte und reduzierte Wiedergabe sein kann.

2005